Inspiration Natur: Besuch der Nilgans

Wir haben April und leider ist das Wetter auch zwischendurch so, wie es ein gutes altes Sprichwort verheißt: Wechselhaft! Da muss man sich als Landpomeranze dann entscheiden, ob man flink das Gemüsebeet umgräbt, weil die Sonne so schön lacht, oder man den Hagelschauer nutzt, um der Tochter ein langweiliges T-Shirt zu pimpen. Gestern durfte ich beide Wetterphasen genießen.

 

Der Morgen startete besonders aufregend, denn da saßen zwei mir unbekannte große Vögel auf dem Feld vor meinem Garten. Hier sei erwähnt, dass dort ständig jemand ist: Hasen, Rehe, Graugänse, Störche und inzwischen habe ich mich auch an die riesigen Kraniche gewöhnt, die immer wieder mein Herz hüpfen lassen. Zu Kindertagen, kannte ich diese prachtvollen Tiere nur vom Zoobesuch oder von Bildern aus dem Supermarkt, wo zu "Korkensammelaktionen" zur Rettung der Kronenkraniche aufgerufen wurde. Wie es den Kranichen geholfen hat, das wir als Familie mehr trinken und somit mehr Korken sammeln können, habe ich nicht verstanden. Aber offensichtlich hat es funktioniert. Ständig höre ich das Rufen und sehe große Schatten von riesigen Tieren über mein Haus fliegen. Dann denke ich: "Hach, haben wir das hier schön!"

 

Zurück zu den fremden Geflügel dort auf dem Feld. Sie schauten neugierig durch den Wildzaun zu meinen Laufenten. Und dann geschah es. Das Weibchen flog über den Zaun zu meinen Enten. Die waren wenig begeistert und wirkten recht verwirrt. Das größere Männchen stand meckernd auf der Wiese und konnte es dann auch nicht mehr aushalten, der neugierigen Dame nur zu zusehen. Nun hatte ich also zwei hübsche Tiere in meinem Garten. Beim Flug sieht man die schönen weißen Flügelinnenseiten. Als wir es aber wagten, die Terrassentür zu öffnen - ich wollte besser fotografieren, die Kinder Toastbrot verfüttern - flogen sie davon. 

 

Meine Recherche (klingt super - in Wirklichkeit habe ich meine Mutter gefragt) ergab, dass es sich um Nilgänse handelte. Wikipedia schreibt: Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) ist der einzige rezente Vertreter ihrer Gattung und wird heute meist den Halbgänsen zugerechnet. Sie ist afrikanischen Ursprungs und lebt an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen. Sie gilt als der häufigste afrotropische Entenvogel.

 

Diese afrotropische Halbgans hat mich dann inspiriert eine einfache und reduzierte Nilgans-Applikation anzufertigen. Ich hätte es schon schön gefunden, sie auf der Wiese zu beobachten, aber die Tatsache, dass die beiden voller Neugier meinen Garten erforscht haben, hat mich besonders fröhlich gestimmt. Wenn Frieda jetzt diese Shirt trägt, denke ich an dieses spannende Ereignis im April, der ja bekanntlich macht, was er will.

 

 

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